O B E R L A U S I T Z
Foto: Großschönau im Sommer / Michael Rimpler

Großschönau: Webkunst und Natur in der Oberlausitz

Als Tor zum Naturpark Zittauer Gebirge hat sich Großschönau mit seinem Erholungsort Waltersdorf in den vergangen Jahren zu einem bedeutenden Tourismusort entwickelt. Besonders Familien bieten wir attraktive Freizeitangebote: der Trixi-Ferienpark – Sachsens größter Familien-Ferienpark - ist Waldstrandbad mit Walrossrutsche, Sprungturm und Naturbecken, Freizeitbad mit Wellnesslandschaft und Ferienhausanlage mit Campingplatz und Gondelteich in einem. Der Abenteuer-Kletterwald gleich nebenan verspricht Spaß und Spannung in großer Höhe für Groß und Klein.

Kulturelle Entdeckungen und Textilgeschichte in Großschönau

In Großschönau präsentiert sich Kulturinteressierten eine reichhaltige Museumslandschaft. Im Deutschen Damast- und Frottiermuseum können Sie an einzigartigen Exponaten die jahrhundertealte Tradition der Textilproduktion, für die Großschönau weltbekannt ist, und zur Recht den Beinamen "Textildorf" trägt, authentisch miterleben. Entlang des Textillehrpfades können Sie auf eine fast 350-jährige Textilgeschichte zurückblicken. Die Lehrtafeln zeigen die wechselvolle Industriegeschichte und die Höhen und Tiefen der Vergangenheit und Gegenwart. Zudem haben Sie die Möglichkeit, die Fabrikverkäufe der zwei ortsansässigen Textilunternehmen Damino GmbH und Möve Frottana Textil GmbH & Co.KG zu besuchen. Das Motorrad-Veteranen und Technikmuseum lässt Ihr Herz beim Anblick mobiler Legenden und technischer Wunderwerke höher schlagen.

Natur und Architektur: Erkunden Sie Großschönau zu Fuß

Mit über 660 Umgebindehäusern bietet die Gemeinde Großschönau eines der größten intakten Ensemble dieser einzigartigen Baukultur in der Oberlausitz.

Die Gemeinde Großschönau ist ein idealer Ausgangspunkt für vielfältige Wanderungen. Ob auf eigene Faust oder auf Themenwegen wie dem Oberlausitzer Bergweg oder dem Rübezahlradweg – für jeden Anspruch finden Sie die richtige Tour.

Über 1.000 Gästebetten in Ferienwohnungen, Ferienhäusern, Hotels mit Gastronomie oder heimeligen Pensionen bieten Urlaubergästen ein schönes Ferienquartier. Die Tourist-Information im Naturparkhaus Waltersdorf gibt Ihnen dazu entsprechend Auskunft und berät Sie gern.

Sehenswürdigkeiten in Großschönau

Foto: Damast Frottier Museum © Aline Förster

Deutsches Damast- und Frottiermuseum

Zu den bemerkenswertesten Gebäuden Großschönaus gehört ein ehemaliges Fabrikantenhaus, indem sich heute das "Deutsche Damast- und Frottiermuseum" befindet.

Zu Recht bezeichnet sich Großschönau als "Textildorf", denn von 1666 bis 1933 stellten die Großschönauer echten Damast her. In keinem anderen Ort Deutschlands wurde so viel und so lange echter Damast gewebt. Auch die Frottierweberei hat in Großschönau eine lange Tradition. 1856 wurde hier der erste Frottierhandwebstuhl Deutschlands in Betrieb genommen.

Das Deutsche Damast- und Frottiermuseum zeigt in einem Komplex die Entwicklung der Damast- und Frottierindustrie in Großschönau. An 27 funktionstüchtigen historischen Webstühlen entstehen im Museum und in der Schauwerkstatt Leinwand, Damast, Frottiergewebe und Jacquardware, die auch als Souvenirartikel erworben werden können. Sie sehen zudem technische Raritäten, die es nur noch in Großschönau gibt: einen funktionstüchtigen, rekonstruierten Damastwebstuhl aus dem Jahre 1835 und den letzten Frottierhandwebstuhl Deutschlands.

In der "Schatzkammer" wird eine einmalige Sammlung sehr wertvoller Damaste gezeigt. Weiterhin zählen zum Museumsbestand Exponate zur Ortsgeschichte und bürgerliche Wohnkultur. Zu bestaunen sind ebenso Werke der bildenen Kunst, besonders von Johann Elias Zeißig (gen. "Schenau").

Anschrift: Schenaustraße 3, 02779 Großschönau

Foto: Motorrad-Veteranen- und Technikmuseum

Motorrad-Veteranen- und Technikmuseum

Über 100 Jahre wurden in der Stadt Zittau Fahrzeuge hergestellt. In der 1888 von Gustav Hiller gegründeten Fabrik wurden Fahrräder, Motorräder und Lastkraftwagen gebaut, welche später unter den Namen Phänomen Werke Zittau bzw. VEB Robur Zittau bekannt war. Der Name Phänomen ist zugleich eine beliebte Marke, die Sammlerherzen und Technikfans höher schlagen lässt.

Im Motorrad-Veteranen und Technikmuseum in Großschönau, welches von den Technikfreunden des MC ROBUR Zittau e.V. betrieben wird, sehen Sie die Dokumentation der Technikgeschichte und über 100 Zeitzeugen in Form von Motorrädern, Fahrrädern, PKW sowie Sonderfahrzeugen.

Glanzstücke der Ausstellung sind u.a. ein frontgetriebenes Motorrad vom Typ "Megola" mit einem 5-Zyliner-Sternmotor aus dem Jahr 1923, ein Wanderer-Heeresmodell von 1914, ein Phänomobil und ein Auto "Adler Typ2" aus dem Jahre 1902.ücke Brücke 1298. Sie wurde mit Holz gebaut und musste immer wieder erneuert werden, da nicht nur die Belastung durch die Handelskarawanen ihren Tribut zollten, sondern auch Feuerbrünste, Hochwasser und Kriegseinwirkungen. 1536 empfahl Stadtbaumeister Wendel Roskopf festeres Baumaterial zu verwenden, doch Holz war günstiger. 1566 wurde die Brücke erstmals überdacht und bekam einen Turm auf der Ostseite, auch als Spittelturm bekannt. 1641 und 1813 fiel sie den Flammen zum Opfer. 1906/1907 entstand dort eine moderne Steinbrücke mit Stahlbögen. Um die neue Verkehrszuführung zu gewährleisten, wurden das alte Jakob-Böhme-Haus, eine Tuchfabrik und die Heilig-Geist-Kirche niedergerissen. Am 7. Mai 1945 sprengten Soldaten der Wehrmacht die Brücke. 1950 wurden die Trümmer beseitigt, und bis vor wenigen Monaten war der Anblick dieser Stelle ohne Brücke Normalität geworden.

Anschrift: Hauptstraße 85, 02779 Großschönau

Foto: Kirche in Großschönau © Simon Pech

Evangelisch-Lutherische Kirche Großschönau

In Großschönau befindet sich die zweitgrößte Dorfkirche Sachsens.

Dank ihrer drei Emporen bot sie zu Beginn des 18. Jahrhunderts 2.000 Sitzplätze, heute sind es durch Umbaumaßnahmen noch ca. 1.100.

Das älteste Stück der Kirche, der Taufstein, ist aus Sandstein gearbeitet und stammt aus dem Jahre 1570. Er ist somit das einzige aus der vorherigen Kirche erhalten gebliebene und heute noch genutzte Kunstwerk. 1766 gestaltete der Musterzeichner David Christian Berndt die untere Empore mit den kunstvollen Grisaillemalereien. Die größte Kostbarkeit der Kirche ist das von dem einheimischen Künstler Johann Elias Zeißig, genannt Schenau, geschaffene Altarbild "Christi Auferstehung". Als er 1787 das Monumentalbild seiner Heimatgemeinde schenkte, war er Rektor der Kunstakademie Dresden und Leiter der Porzellanmalschule in Meißen.

Anschrift: Theodor-Haebler-Str. 11, 02779 Großschönau

Deine Daten sind uns wichtig, und wir möchten Cookies verwenden, um Deine unglaubliche Erfahrung auf www.oberlausitz.holiday weiter zu verbessern.