Lessingstadt Kamenz

Lessing - Lausitz - Lebensfreude

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weitere Reisetipps
Gemeinde Kottmar

Gemeinde Kottmar

Der weithin sichtbare 583 m hohe Kottmar ist ein markantes Zeichen der Landschaft, um den sich die Dörfer der Gemeinde schmiegen.
Oderwitz

Oderwitz

Eingebettet in die Hügel des schönen Oberlausitzer Berglandes erstreckt sich das Windmühlen- und Wetterdorf Oderwitz.
Bärwalder See

Bärwalder See

Inmitten des Biosphärenreservats Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft befindet sich mit 13,6 km² Wasserfläche der größte See Sachsens - der Bärwalder See.

Die Seite entstand in Zusammenarbeit mit der Stadt Kamenz. Die Fotos wurden uns von der Stadt Kamenz zur Verfügung gestellt. Vielen Dank.

15.582 Einwohner
1225 erstmals erwähnt
Informationen zu Kamenz

Über fehlenden historischen Nachlass kann sich das fast 800 Jahre alte "Kamjenc" - aus dem Slawischen für "Ort am Stein" - nicht beklagen. 1225 erstmalig erwähnt, gelangte es schon im Mittelalter zu Reichtum und Unabhängigkeit. Dies ist vor allem der Lage an der königlichen Handelsstraße Via Regia und der Mitgliedschaft im 1346 zusammen mit Bautzen, Löbau, Zittau, Görlitz und Lauban gegründeten Oberlausitzer Sechsstädtebund zu verdanken.

Die klassizistische Innenstadt symbolisiert noch heute den bürgerlichen Stolz der Kamenzer. Das Rathaus im Stil der italienischen Neo-Renaissance erhebt sich majestätisch über den roten Ziegeldächern am Marktplatz und ist Mittelpunkt des Architektur-Ensembles. Flanieren Sie im Arkadengang der Fleischbänke, schlüpfen Sie wie einst die Mönche durch das Klostertor, erkunden Sie das Geheimnis der alten Stadtmauer, den Pichschuppen oder die Geschichte des Roten Turms. Vergessen sind die verheerenden Stadtbrände, von denen heute noch ein Gemälde am "Feuerhaus" zeugt.

Unsere touristischen und kulturellen Angebote bieten Ihnen unvergessliche Momente und Erlebnisse, egal ob nur für wenige Stunden, einige Tage oder einen längeren Urlaub lang. Die Spuren des größten Sohnes unserer Stadt, G. E. Lessing, können Sie an vielen authentischen Orten wiederfinden.

Sehenswürdigkeiten

Lessing-Museum in Kamenz

Lessing-Museum

Das 1931 gegründete Literaturmuseum präsentiert seit 2011 eine neue Dauerausstellung in Lessings Geburtsstadt. Sie widmet sich dem bewegten Leben und dem vielschichtigen Werk des Aufklärers und Dichters anhand zahlreicher Erstausgaben, Stiche und Kleinplastiken. Schreibtischinstallationen schaffen einen emotionalen Zugang zu seiner jeweiligen Lebenssituation. Hier kann man erfahren, warum Lessing für die deutsche Aufklärung und das Theater nicht wegzudenken ist. Breiten Raum nehmen ausgewählte Dramen, theoretische Schriften und "Nathan der Weise" ein. Die Besucher begegnen Lessings Freunden ebenso wie dessen Kontrahenten. Wer danach sucht, was der couragierte Wahrheitssucher unserer Zeit noch zu sagen hat, der wird ebenfalls fündig.

Roter Turm

Roter Turm

Der 32 m hohe Rote Turm, ehemaliger Wehr- sowie Wachturm, ist ein Überbleibsel des Pulsnitzer Stadttores und zählt 117 Stufen. Stadttore waren im Kriegsfall besonders gefährdet. Daher versuchten die Verteidiger sie mit zusätzlichen Mauern und Türmen zu schützen. Im Ernstfall konnten auf ihm viele Schützen Stellung beziehen.

Der Turm diente gleichzeitig als städtisches Gefängnis für die höher gestellten Persönlichkeiten. Die Übeltäter der niederen Stände sperrten die Stadtbüttel im Gefängnis des Rathauses ein.

Museumder Westlausitz

Museum

Auf einer Expedition durch sieben faszinierende Themenwelten können Sie sich auf die Spur der bedeutendsten Landschaftsgestalter der Erde begeben - Mensch und Natur. Reisen Sie durch die Zeit - auf dem Erdbebenbsimulator, im geologischen Baumarkt, beim Waldkonzert der Vögel, bei rätselhaften Grabungsfunden, lauschen Sie Geschichten vom alten Kamenz, entdecken Sie Neues in faszinierenden Sonderausstellungen oder in spannenden Führungen und museumspädagogischen Programmen.

Das familienfreundliche und behindertengerechte Elementarium bietet Ihnen rund um das historische Ambiente des Ponickauhauses und des Malzhauses noch mehr! Entspannen Sie im Wintergarten-Café, erkunden Sie den Botanischen Garten oder folgen Sie Ihrer Neugierde in den Museums-Shop und in die Fachbibliothek. Das Museum der Westlausitz verfügt darüber hinaus noch über ein sehenswertes Schaudepot, das Sammelsurium.

Klosterkircheund Sakralmuseum St. Annen

Klosterkirche

St. Annen ist etwas Besonderes - Sakralmuseum und geweihte Kirche in einem. Hier ist Kunst von europäischem Rang in ihren regionalen Verwurzelungen und ihren lebendigen religiösen Bezügen zu erleben. Präsentiert wird neben anderen sakralen Kunstschätzen ein im weiten Umkreis einmaliges Ensemble von fünf spätgotischen Schnitzaltären, dessen grandiose Inszenierung im Einklang mit dem beeindruckenden Kirchenraum einen unvergesslichen Zauber entfaltet.

Erbaut wurde die Klosterkirche 1493-1512. Sie gehörte zunächst zum Kamenzer Franziskanerobservantenkloster. Nach der Reformation wurde St. Annen bis 1926 für den Gottesdienst der evangelischen Sorben genutzt. Die museale Ausstellung ist seit Sommer 2011 zu sehen.

Katechismuskirche

Katechismuskirche

Die ehemalige Wehrkirche diente früher sowohl weltlichen als auch geistigen Sicherheitsbedürfnissen und gibt heute Raum für "Konzerte im Kerzenschein", Führungen sowie Spekulationen über eine verborgende Gruft

Hutbergbühne Kamenz

Hutbergbühne

Eingebettet in einen Parkwald mit seltenen Nadelgehölzen sowie umgeben von Tausenden Rhododendren und Azaleen bietet die Hutbergbühne bereits den Ankommenden erste Erlebnisse. Da sie die Charakteristik eines Amphitheaters aufweist, gewährleistet sie bis zu 10.000 Zuschauern ausgezeichnete Akustik- und Sichtbedingungen.

Die seit 1992 regelmäßig in dieser einzigartigen Naturkulisse stattfindenden Konzerte sowie moderne Produktionsbedingungen und eine für Künstler wie Besucher erfolgreiche Veranstaltungspraxis haben die Hutbergbühne zu einem der beliebtesten und bekanntesten Open-Air-Orte in Sachsen werden lassen.

Malzhaus

Malzhaus

Die Stadtgeschichte, die zu den Städtischen Sammlungen gehört, hat im Malzhaus, dem ältesten Profan-bau der Stadt, ihr Domizil. Der Zugang zum Malzhaus erfolgt über das Museum der Westlausitz/Elementarium. Beide Häuser sind durch eine gläserne Brücke und zentrale Besucherbetreuung verbunden. Die Ausstellungsfläche im
1. Obergeschoss widmet sich der Stadtgeschichte von den Anfängen bis in das 18. Jahrhundert hinein. Im Mittelpunkt steht insbesondere das historische Stadtbild. Der Ausstellungsbereich im Erdgeschoss des Malzhauses legt den inhaltlichen Schwerpunkt auf das 19. Jahrhundert und die Industrialisierung von Kamenz. Der Besucher erfährt aber auch so manch Interessantes über die Anlagen auf dem Hutberg, über die vielen Stadtbrände und natürlich über das Kamenzer Forstfest. Die Sammlung zur Stadtgeschichte umfasst weit über 12.000 Objekte unterschiedlicher Gebiete.

Hauptkirche St. Marien

Hauptkirche

Diese Kirche wurde im 15. Jahrhundert aus einheimischem Granit erbaut. Von der mittelalterlichen Ausstattung sind viele Stücke erhalten geblieben. Die wohl interessantesten sind die zwei gotischen Schnitzaltäre: der Marienaltar (1519) und der Michaelsaltar (1498). Weitere Teile der Ausstattung sind: das Sakramentshaus, ein Taufstein aus Granodiorit, eine Kreuzigungsgruppe und eine Kanzel von Andreas Dreßler. Sie stellt mit ihren Emporen, Gestühlen und Einbauten eine der besterhaltenen Bürgerkirchen dar. Vom Aussichtsbalkon der spätgotischen Hallenkirche schauen Sie weit ins Land hinein!

Lessing-Turm

Lessing-Turm

Von der höchsten Stelle des Hutberges hatte man schon immer eine gute Aussicht. Doch noch besser ist ein Aussichtsturm! Das dachten sich wohl auch 15 Kamenzer Bürger. Um einen solchen Turm zu errichten, gründeten sie 1858 ein Komitee. Nach sechs anstrengenden Jahren wurden ihre Mühen belohnt: Der Turm konnte eingeweiht werden. Bis 2005 hatte aber die Zeit am Lessingturm ihre Spuren hinterlassen. Zudem war der Buchenwald auf der Krone inzwischen so hoch geworden, dass der Blick vom Turm eingeschränkt war. Hier schlug man zwei Fliegen mit einer Klappe, indem der Turm im Rahmen der geplanten Sanierung zusätzlich 6 m an Höhe erhielt. Die moderne Plattform aus Stahl und Glas lässt Sie wieder weit ins Land schauen.

St.-Just-Kirche

St.-Just-Kirche

Die St.-Just-Kirche ist namentlich an "Jodokus", den Heiligen der Pilger gelehnt, und verdankt ihr Entstehen dem Jakobsweg, der ursprünglich durchgängig bis ins spanische Santiago de Compostela reichte. Heute ziehen dem Muschelzeichen folgend jährlich wieder hunderte Pilger durch die Stadt.

Gedenkstätte Herrental

Herrental

Im Oktober 1944 errichtete die SS in einer stilgelegten Tuchfabrik im Kamenzer Herrental ein Außenlager des KZ – Groß Rosen. In den Fabriksälen wurden bis zu 1000 Häftlinge aus 21 europäischen Nationen gefangen gehalten. Der erste Häftlingstransport traf im November 1944 als Vorkommando in Kamenz ein. Mit der Einrichtung des Betriebes als KZ – Lager wurden die Fenster vergittert und Stacheldraht gezogen. Vier Einzelposten wurden zur Bewachung eingerichtet. Eine zentrale Bedeutung bei der Errichtung des Lagers besaß die Wiederinstandsetzung der Kesselanlage – allerdings nicht um das Gebäude zu beheizen, sondern sie sollte zur Verbrennung der Leichen genutzt werden.

Fotos von Kamenz